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Eine kurze Biergeschichte.
Auf den Spuren des Bieres bewegen wir uns in die Vergangenheit. Historiker und Forscher vermuten den Ursprung des Bieres in der Jungsteinzeit. Dabei nimmt man an, dass ein Stück Brot mit Wasser in Berührung kam und so zu gären begann, woraus dann schliesslich ein "Steinzeitbier" entstand.

Am Anfang war das Wort.
Die ersten Hinweise auf gebrautes Bier finden wir bei den Sumerern, einem Kulturvolk, das vor etwa 6000 Jahren zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris herrschte. Die Frauen formten Brotfladen, rösteten diese und liessen sie in Tonkrügen vergären. Da sie noch keine Bierhefe kannten, trugen wohl die im Brot enthaltene Hefe und frei herumschwirrende Bakterien zum Gärungsprozess bei.

Nach den Sumerern kamen etwa 2000 Jahre v. Chr. die Babylonier an die Macht und entwickelten das Brauwesen weiter. Bier war hier bereits zum Getränk des Volkes geworden und war gleichzeitig auch ein Indikator für den gesellschaftlichen Status. Ausserdem galten Babylons Brauer als Privilegierte, die keinen Militärdienst zu leisten brauchten, aber im Gegenzug den Truppen Bier liefern mussten.

Ein Prosit auf Kleopatra.
Wie überall in der Geschichte kommt man auch beim Bier nicht um die alten Ägypter herum. Und obwohl bei den Pharaonen und Co. der Wein höher im Kurs stand, wurde im alten Ägypten eine Vielzahl verschiedener Biere angeboten. Sie brachten Gerste, Emmer (eine dem Dinkel verwandte Weizenart) und Hirse zum Keimen, mahlten diese Getreide und formten den Brei mit Sauerteig zu Fladen. Die wurden dann so gebacken, dass sie aussen zwar eine Kruste hatten, innen aber noch roh waren. Diese Bierbrote wurden dann gebrochen und in ein Gefäss mit Wasser übergossen. Nach einem Tag des Ruhens drückte man das aufgeweichte Brot durch ein Sieb in ein anderes Gefäss, und fertig war das Bier. Ob Kleopatra hin und wieder ein Bierchen zu Ehren von Marc Anton getrunken hat, dürfte wohl eher unwahrscheinlich sein.

Wer von Bierkultur noch nichts verstand.
Während den Hochkulturen des Altertums durchlief der Siegeszug des Bieres eine wahre Durststrecke. Denn sowohl die Griechen wie auch die Römer kannten zwar das Bier, doch konnte der Gerstensaft in diesen Ländern, wo Wein als Tischgetränk galt, sich nicht genügend behaupten. Nichtsdestotrotz war es kein geringerer Römer als Julius Cäsar selbst, der das Bier zu seinen Legionen nach Britannien brachte und so wohl zum Wegbereiter dieser Biernation wurde.

Die Gebote des Herrn machen Durst.
Der wahre Siegeszug des Bieres begann erst ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. Dann nämlich ist das Bier auf den Mönch gekommen oder der Mönch auf das Bier. Denn Bier war während der Fastenzeit oft das einzige Nahrungsmittel, dem der Mönch nicht entsagen musste. Sie stellten zuerst Grünmalz und daraus dann Darrmalz her, hatten im Brauhaus bereits Sud-, Gär- und Kühlräume und brauten verschiedene Biere. Und obwohl die Bedeutung von Klosterbrauereien in den folgenden Jahrhunderten abnahm und durch die Dominanz von gewerblichen Brauereien verdrängt wurde, kann man die Mönche als die wahren Pioniere der Braukunst bezeichnen.

Am Ende kommt das Beste.
Seit dem 19. Jahrhundert hat die Bierbraukunst mit der Industrialisierung grosse Fortschritte gemacht und aus dem Bier das, was es heute ist. In dieser Zeit wurde auch die Brauerei Eichhof gegründet, die bis heute mit viel Innovation und besten Rohstoffen eine ganze Palette von köstlichen Bieren herstellt.